Zwei Tage Vertriebstraining in Nürnberg. Und echte Hitze – drinnen wie draußen.
Bis kurz vor dem Start war offen: Findet das Training überhaupt statt? Zwei Tage oder drei? Inhouse oder verschieben?
Früher hätte mich das deutlich mehr beschäftigt.
Heute habe ich gemerkt: Genau das war mein Training.
Nicht die Übungen. Nicht die Inhalte. Sondern dieser Moment, in dem du unter unsicheren Bedingungen entscheiden musst – und trotzdem klar bleibst.
Ich nenne das Souveränität in schwierigen Situationen.
Für mich ist es das, was den Unterschied macht. Nicht in Präsentationen. Sondern genau dann, wenn Druck entsteht. Wenn ein Kunde „zu teuer" sagt. Wenn ein Deal zu kippen droht. Wenn du keine Ahnung hast, wie das Gespräch weitergeht. Oder eben, ob und wie ein Training stattfindet.
Die einfachste Erkenntnis aus diesen zwei Tagen:
Gute Kommunikation beginnt nicht mit der richtigen Antwort. Sie beginnt mit dem richtigen Zustand.
Wenn ich sofort reagiere, übernimmt der Autopilot. Wenn ich kurz innehalte, entsteht ein kleiner Raum – und in diesem Raum werden bewusste Entscheidungen möglich.
Wahrnehmung. Selbstregulation. Entscheidung. Dann erst Handlung.
Klingt einfach. Ist es unter Druck nicht.
Ein großes Dankeschön geht an Roland Trescher, der mich mit seinem Applied Improve-Ansatz auf einer tiefen Ebene erreicht und inspiriert hat.
Ich nehme aus Nürnberg mehr mit als gute Gespräche und ein intensives Training. Ich nehme mit, dass situative Souveränität vielleicht eine der wichtigsten Fähigkeiten ist, die wir gerade brauchen.
Denn die Welt wird nicht planbarer. Aber wir können lernen, auch dann klar zu bleiben.
Wie bleibst du cool und klar in hitzigen Verhandlungen und Situationen?